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> 16/11/02—10/12/02 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> LIGA präsentiert Malerei von >>>>>>>>>>>>>>>>>>> CHRISTOPH RUCKHÄBERLE

Ruckhäberle > RastRuckhäberle > Läufer
> Rast > Öl auf Leinwand > 190 x 190 cm > 2002
> Läufer > Öl auf Leinwand > 130 x 81 cm > 2002

CHRISTOPH RUCKHÄBERLES Malerei kommt «von hinten»: was zu sehen ist, scheint auf den ersten Blick altbekannt, beinahe schon vergessen oder in den staubigen Archiven selten zitierter Epochen abgelegt: Realismus, Figuration, Gegenständlichkeit; Akte und Landschaftsmalerei in erdigen, manchmal düsteren Farben. Klassiker kommen in den Sinn: Böcklin, Mareés oder Klinger. Die Tradition spielt ihre Rolle in Ruckhäberles Bildern, ohne den Künstler jedoch merklich zu belasten: denn da ist schließlich seine Malweise, die immer wieder den Blick auf die Klassiker irritierend bloßstellt: koboldhaft vielfältig im Gestus und unberechenbar unterwandert sie souverän die klassischen Sujets, bricht Bildebenen auf, verliert sich in akribischen Raster- und Gitterstrukturen, um sich an anderer Stelle in lässigen Tropfereien, musterhaft feinen Pinselspuren oder großzügiger Flächigkeit abzuspielen. Brechungen der Perspektivgesetze, «falsche» Licht- und Schattenkonstruktionen zeugen weiterhin vom erbarmungslos spielerischen Umgang Ruckhäberles mit seiner Malerei: kompromißlos in der Inkonsequenz zeigt er ein Formenvokabular von großer Bandbreite, ins Bild gelegt wie eine Matrix der malerischen Möglichkeiten. > Dargestellt sehen wir oftmals Idyllisches: arkadisch anmutende Landschaften, Gartenzäune, Frauen in bunten Kleider oder immer wieder theatralische Akte, Bade- oder gar Schlachtenszenen. Die Figuren stehen somnambul abseitig beieinander oder sind in spannungslosen Handlungen ohne erzählerischen Fixpunkt verbunden. Doch auch oder gerade hier zeigt die Malerei ihre Kraft: Nichts wird vorgetäuscht, diese Figuren sind Träger, sowohl von Referenzen verschiedenster Art und Herkunft, und noch viel mehr allein von Farbe, Licht und Komposition. Unbestreitbar gibt es Schönheit, Gewalt und Idylle. Doch vor allem um der Malerei Form zu geben und weit entfernt davon, Bedeutung oder Chiffren zu schultern. > Christoph Ruckhäberle lebt und arbeitet in Leipzig.

Ruckhäberle > InstallationsansichtRuckhäberle > Installationsansicht
> RUCKHÄBERLE > Installationsansichten

Ruckhäberle > Vorstadt
> Vorstadt > Öl auf Leinwand > 190 x 280 cm > 2002

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